Laubsätzertage

Tag für Tag geht man dieselben Pfade mit dem Hund. Irgendwann sieht man nichts mehr als die Eintönigkeit einer dörflichen Landschaft mit Feldern, auf denen Jahr für Jahr dasselbe wächst. Doch einen Tag später sieht man mehr als am ersten Tag. So entstehen Geschichten und Bilder. So entstanden die „Laubsätzertage“. Jetzt sind sie nach zweijähriger Arbeit erschienen. Das Bilderbuch mit ein paar kurzen Texten ist das Ergebnis der ungezählten Spaziergänge hier auf dem Dorf. In den 47 Fotografien spielt sich vielleicht kein Drama ab, aber wer eines sehen mag, sieht es eben.

Informationen

Matthias Kampmann, Holger Karsch: Laubsätzertage, bAEndit/epubli (Berlin) 2021, ISBN: 978-3-7541-0031-8 , 112 Seiten, 47 Farbfotografien, 26,99 Euro

DNB-Datensatz: http://d-nb.info/1230267875

Welche Ehre! Blossfeldt, Erwitt. Struth, Lindbergh entdecke ich. Das ist das Schaufenster meines Freundes und Lieblingsbuchhändlers Hartmut Ober (Der Bücher Ober), dem ich an dieser Stelle nicht nur für seine liebenswürdige Geste danke, mein Büchlein in so prominenter Runde platziert zu haben. Ein großes Dankeschön auch für seine Mühen, mich über Jahre mit dem Stoff, aus dem die Gedanken sind, zu beliefern. Wenn Arno Schmidt meinte, dass es keine Seligkeit ohne Bücher gibt, behaupte ich, dass man nicht ohne seinen persönlichen Buchhändler selig werden kann. Danke Hartmut, für alles!

Verlagsbestellung: https://www.epubli.de/shop/buch/Laubs%C3%A4tzertage-Matthias-Kampmann-Holger-Karsch-9783754100318/111740

Von Frisören und Texten

Debatten über Journalisten und ihre Arbeit sind mir spätestens seit den unsinnigen Injurien der aluhütigen Rechtsaußenfraktion zuwider. Viele Menschen verstehen nicht, was Journalisten machen. Klischees in Hollywood-Filmen tragen ihren Teil dazu bei, dass diese Berufsgruppe zusehends in Verruf gerät. Überhaupt: Die Journalistin oder den Journalisten gibt es nicht im Kollektivsingular. In diesem Textchen denke ich als Ex-Journalist darüber nach, was denn den Unterschied zwischen den Menschen aus der Redaktion und anderen Schreibern, vielleicht denen, die sich auf Microblogging-Seiten auslassen, ausmacht.

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Nee, nicht «Hallo Welt!»

«Willkommen bei WordPress. Dies ist dein erster Beitrag. Bearbeite oder lösche ihn und beginne mit dem Schreiben!» Das ist nun passiert. Heute, am Feiertag des 21. Mai 2020, Christi Himmelfahrt, stellt weisskunst.de seinen Webdienst um. Drupal 7 wird in den Ruhestand verabschiedet, und nach geschätzten sieben Jahren kehren wir wieder zu WordPress zurück. Ich hoffe, Sie haben weiterhin Vergnügen an dieser Bleiwüste.

Mit den besten Wünschen für einen schönen Feiertag und ein angenehmes, verlängertes Wochenende

Matthias Kampmann

Werfen und Holen im Sein

Die kommunikative Situation zwischen Hund und Mensch ist etwas Besonderes. Darüber durfte ich nachdenken, weil mir Kirsten Klöckner, Künstlerin und Herausgeberin von Editionen mir die Gelegenheit dazu gab. Sie gestattete mir dankenswerterweise, den Auftragstext auch auf weisskunst.de zu veröffentlichen. Es ist also nicht nur so, dass etwa das Werfen von Stöckchen stupide Wiederholungstat zweier Bordsteinkantenbieger ist, sondern viel mehr als das. Warum ich das erkennen konnte? Weil ich es mit meinem Hund anders erlebte und das Spiel eben bei anderen Hundebesitzern teilweise mit Neid beobachten durfte.

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Gemeiner Eigennutz

Der Mieterbund Regensburg entbindet Mitglieder nicht sofort aus dem Verein, sondern verlangt die Kündigung ein Vierteljahr vor Ablauf. Ist das nicht geschehen, zahlt man ein volles Jahr weiter. Das ist Abzocke und hat im gesamten Verband Methode. Die Verbraucherzentrale sagt zwar: normal. Moralisch finde ich jedoch hier ein Defizit vor. Als ich Dezember 2015 austreten wollte, verwies man mich auf die Satzung. Na klar. Man kennt die ja auswendig. Oder ist die Methode „Pech gehabt“ hier Programm? Stellungnahme von Kurt Schindler, Vorstand? Fehlanzeige. Man zahlt also Jahrzehnte und bekommt einen Tritt in den Allerwertesten. Weiter so, liebe Gemeine mit Eigennutz. Nachtrag: Ach ja, dass so ein Verein mal eben den Betrag von ca. 65 auf 83,40 erhöht, ist bezeichnend.

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