Weniger erregend

Kein Frosch in der Maske. Foto: © Matthias Kampmann, 2020

Die Nichtraucher echauffierten sich über all diese Kippen im Grün. Das Ordnungsamt recherchierte die Schuldigen von wilden Müllplätzen. Und was sonst noch alles in der alten Welt vorkam, blieb niemandem verborgen, und man konnte bisweilen nur den Kopf über die Ignoranz der Bürger*innen schütteln, die Wege verschmutzten. Und die Hunde erst. Besser: der Hundekot. Ja, das waren gute alte Zeiten, in denen Aufreger über die Schmutzfinken noch solche waren. Mit Vergnügen und Wehmut erinnern wir uns an die kotgefüllten Plastiktüten, die von Hundebesitzern am Wegesrand liegen gelassen wurden. Und als Hundebesitzer fragte ich mich, warum man das nicht mitnehmen konnte. Und heute? Heute verlieren die Aluhüte nicht nur Kopf, Contenance und Verstand, sondern auch ihre Masken. Und wahrscheinlich nicht nur die. Und die liegen mittlerweile überall in den Anlagen. Ich frage mich, ob unter den Maskenwegwerfern auch Hundehasser sind. Oder Wildmüllkippenbauer. Und was sagt mir das, dass ich das frage? Aber möchte ich eine Antwort? Ist das das neue Normal? Was normal ist: War es früher kacke, den Kot liegenzulassen, ist es heute Mist, die Masken überall fallen zu lassen. Daran ändert selbst ein aggressives Virus nichts.

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