Oktober 2018

Sprachtagebuch 25. September 2018

Bekommen und kriegen sind nicht synonym zu gebrauchen. In der Wochenzeitung Die Zeit, Nr. 39, 20. September 2018, S. 10 paarte sich das Kriegen mit dem Tun hinsichtlich der Geburt und der Empfängnis. Das schmälert nicht den Sachverhalt des Textes, jedoch lässt sich angenehmer von Neugeborenen oder Ungeborenen schreiben. Hier steht, warum und wie.

Sprachtagebuch 26. September 2018

Stakkatohaft werden Hauptsätze bisweilen aneinandergereiht. Oft frage ich mich bei der Lektüre solcher Konstruktionen, ob ein Text nicht leichter zu lesen wäre, wenn die Autor*innen auf dieses rhetorische Mittel verzichten würden. Ganz gleich, welcher Art der Text ist: Heute findet sich das Zusammenfassen in jeder Textsorte. Hier habe ich mir nur ein Beispiel zufällig herausgepickt.

Sprachtagebuch, 10. Oktober 2018

Alexander Gauland wird der Hitler-Paraphrasierung von zwei Historiker-Autoritäten in einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung überführt, liest man heute, am 10. Oktober 2018, auf den Seiten des Deutschlandfunk 24. Der Autor leugnet. Es ist zu fragen, was das für die Sprache des öffentlichen Diskurses bedeutet.