Februar 2016

Gemeiner Eigennutz

Der Mieterbund Regensburg entbindet Mitglieder nicht sofort aus dem Verein, sondern verlangt die Kündigung ein Vierteljahr vor Ablauf. Ist das nicht geschehen, zahlt man ein volles Jahr weiter. Das ist Abzocke und hat im gesamten Verband Methode. Die Verbraucherzentrale sagt zwar: normal. Moralisch finde ich jedoch hier ein Defizit vor. Als ich Dezember 2015 austreten wollte, verwies man mich auf die Satzung. Na klar. Man kennt die ja auswendig. Oder ist die Methode "Pech gehabt" hier Programm? Stellungnahme von Kurt Schindler, Vorstand? Fehlanzeige. Man zahlt also Jahrzehnte und bekommt einen Tritt in den Allerwertesten. Weiter so, liebe Gemeine mit Eigennutz. Nachtrag: Ach ja, dass so ein Verein mal eben den Betrag von ca. 65 auf 83,40 erhöht, ist bezeichnend.

Werfen und Holen im Sein

Die kommunikative Situation zwischen Hund und Mensch ist etwas Besonderes. Darüber durfte ich nachdenken, weil mir Kirsten Klöckner, Künstlerin und Herausgeberin von Editionen mir die Gelegenheit dazu gab. Sie gestattete mir dankenswerterweise, den Auftragstext auch auf weisskunst.de zu veröffentlichen. Es ist also nicht nur so, dass etwa das Werfen von Stöckchen stupide Wiederholungstat zweier Bordsteinkantenbieger ist, sondern viel mehr als das. Warum ich das erkennen konnte? Weil ich es mit meinem Hund anders erlebte und das Spiel eben bei anderen Hundebesitzern teilweise mit Neid beobachten durfte.

Sprachlos im Status quo

Textstelle [1]: Wer gibt den Ausgegrenzten auf der Flucht eine Stimme? Klaus-Michael Bogdal konstatiert in seiner 2011 erschienenen literaturwissenschaftlichen Studie über die "Erfindung" der Zigeuner, dass eine gewisse Form von Historizität und Bedeutung erst mit einer eigenen Sprache zugestanden wird. Das jedoch haben die flüchtenden Menschen in Not heute nicht, da sie aus ganz unterschiedlichen Staaten stammen und nicht mit "einer Stimme" reden. Damit wird diese Sprachlosigkeit auch zur Waffe für diejenigen, welche versuchen, jene Menschen durch nautische Metaphern zu dehumanisieren.

Zehn Thesen zur bildenden Kunst

Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Erzeugnisse unseres Ausdrucksstrebens aus Geschichte und Gegenwart nichts mehr gelten. Wie ließe sich argumentieren? Der nachfolgende Text dokumentiert das Scheitern. Es ist der Versuch, produktiv mit dem Feuer zu spielen. Liest man ihn richtig, beschreibt er den zwangsweise eintretenden Teufelskreis, denn er ist als Erzeugnis selbst schon wieder Inschrift und Zeuge der Kultur, die er zu widerlegen trachtet. Für den Autor war es im Wechselspiel mit Bernhard H. F. Taureck eine Präzisierung des tiefen Bekenntnisses zu Geschichte und Gegenwart einer gewachsenen und stets wuchernden Kultur, die sich konfrontiert sieht mit Angriffen aus der Mitte, aber gerüstet sein wird, weil sie stets und immer stattfindet. Unser Zusammenleben ist ohne Geschichten und Bilder nicht denkbar, mögen selbst ernannte Gotteskrieger oder muskelbepackte Zweifler schreiben was sie wollen.