Juli 2015

Das Apartment als Medium

Zilla Leutenegger (Jahrgang 1968) malt in den Raum, installiert multimedial und verstört durch die Distanz, die sie mit ihrer Arbeit erzeugt – die zugleich distanzlos ist. Ein altes Thema greift sie auf: Ist nicht etwa alles vermittelt? Und ist nicht das Natürliche, Echte eine Fata Morgana? Welche Rolle spielt die Biografie für die Kunst? Diese und ähnliche Fragen stellt die Schweizerin in ihrer Ausstellung "Ring My Bell" in der Pinakothek der Moderne, die ich Ende Juni besucht habe.

Nachrichten aus der Möglichkeitsanstalt

Im Interview mit Matthias Kampmann stellt sich Philipp Ruch, Sprecher des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS), den jüngst laut gewordenen Vorwürfen der medialen Öffentlichkeit. Angesichts der Aktion «Die Toten kehren zurück» war von Trittbrettfahrerei, Schamlosigkeit oder – auch mal recht kreativ – vom ZPS als «Ikea der sozialen Bewegungen» (Martin Kaul, taz) die Rede. Kunst oder Nichtkunst? Stellt sich noch diese Killerfrage? Sind die Aktivisten des ZPS bereits im Aktivismus gefangen? Was ist am ZPS anders als an anderen Plattformen des Protests und wie geht es in der Flüchtlingsproblematik weiter?