Oktober 2014

Glasklar oder schemenhaft?

Die schriftliche Fassung meines Vortrags vom 27. Mai 2014 im Neuen Museum Nürnberg über Phänomene der Schärfe und Unschärfe in der bildenden Kunst ist nun online. Klicken Sie hier um ein PDF zu laden. Wer den Text (33 Seiten) online lesen möchte, klickt bitte hier. Aufgrund der restriktiven Verwertungspraxis verzichte ich auf Abbildungen.

Canalettos fiktionale Wahrheiten

Gestern durfte ich die wunderbare Ausstellung mit Werken des venezianischen Malers Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, sehen. Nachdem ich mir schon im Vorfeld für die aktuelle KUNSTZEITUNG über ihn und seine Stadtansichten, Capriccien  und Landschaften Gedanken gemacht habe, macht das Feullieton der Mittelbayerischen Zeitung mit meiner Rezension auf.

Jenseits der Zeit

Viele Kunsthistoriker meinen, in Velázquez vollende sich die abendländische Kunstgeschichte. Der Maler von «Las Meninas» habe die beste Kunst überhaupt realisiert. Solche Urteile sind legitim. Gestern eröffnete eine monografische Ausstellung im Kunsthistorischen Museum, Wien. Es ist die erste große Retrospektive im deutschsprachigen Raum überhaupt. Nach einem fantastischen Wochenende in diesem wunderbaren Museum mit all diesen Spitzenwerken abendländischer Kunst war die Pressekonferenz der Höhepunkt einer Tour in die Superlative. Man verzeihe mein Schwärmen, aber selbst wenn ich mich dem Urteil der Kollegen nicht anzuschließen vermag, kann ich aus meiner Begeisterung keinen Hehl machen. Die im Rahmen der Möglichkeiten redigierte und ungekürzte Fassung meiner Rezension finden Sie daher hier.

«Privatheit war gestern, heute es geht um die Freiheit!»

Spätestens im Juni 2013 entstand in vielen Menschen ein über das Standardmaß der Besorgnis weit hinaus reichendes Bedürfnis nach eigenem Handeln. Im Umfeld der Veröffentlichungen von Edward Snowden wurden jedoch gleichfalls Stimmen laut, wonach die Künstler versagt hätten, weil ihnen nichts zum Thema eingefallen sei. Jene Autoren haben bedauerlicherweise Florian Mehnert nicht zur Kenntnis genommen. Mit seinen beiden Arbeiten «Waldprotokolle» und «Menschentracks» reagierte er auf die massive Bedrohung unserer individuellen Freiheit durch Geheimdienste im Zustand des besinnnungs- und vernunftlosen Amoks. Mehnert, der abgeschieden auf einem Mühlenhof im badischen Markgräflerland lebt, beschränkt sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht auf digitale Medien, sondern arbeitet gleichfalls in traditionellen Gattungen wie Malerei oder Grafik. Überdies entstehen Fotografien und Filme. Matthias Kampmann sprach mit dem Künstler über seine Verantwortung und Motivation, sich zu engagieren, die ganz unterschiedlichen Erscheinungsweisen seiner Kunst und ihre politische Reichweite sowie die Bigotterie und rechtmäßige Rechtsbrecherei der Geheimdienste.